Samstag, 30. Juni 2018

Unsere Küche / Renovation 2017

Im Spätsommer 2008 konnten wir unser Einfamilienhaus in Spiezwiler erwerben. Wir wussten schon damals, dass es unser Paradies sein wird und unsere Oase, weg von Hektik, aber doch nicht zu weit weg von ÖV, Schule und Einkaufsmöglichkeiten. Wie es bei einem "bestehenden" Haus so ist, macht man gewisse Abstriche, die aber für uns keine grosse Rolle spielten. Wir wussten, dass das Grundstück und die Wohnräume Potenzial bieten, aber eben step by step. So haben wir vor dem Einzug "nur" ein bisschen Kosmetik betrieben. Die Wände wurden alle neu gestrichen und im Obergeschoss, wo sich die Schlafräume und das Badezimmer befinden, liessen wir die Teppich durch einen Laminatbelag ersetzen.

Unsere Küche, mit ca. 20m2, ist bis heute unser Dreh- und Mittelpunkt. Hier wird käfelet, Zeitung gelesen, Hausaufgaben erledigt und gekocht. Doch der 80er Jahre Stil erschien uns dunkel und unfreundlich. Doch für eine nigelnagelneue Küche fehlte es uns schlichtweg am nötigen Geld. Die Kombination in Kirschbaumholz bot sich an, um selber Hand an zu legen. Wir planten die Renovation auf unsere Sommerferien 2017 hin. Obwohl wir wussten, dass es ein Krampf wird, sind wir mächtig stolz, das geschafft zu haben.


 
Mein Mann hat bereits Wochen vorher begonnen, alle Türen der Unter-und Oberschränke, die wir behalten wollten, abzuschleifen. Man beachte den hellen Fliesenboden. Das ganze Parterre ist damit bestückt. Jedes Brösmeli, jedes Haar, ob von uns oder einer Katze, sichtbar auf den ersten Blick. Schrecklich. Vor der Küchenrenovation haben wir uns für einen selbstklebenden Vinylboden, ca. 2mm dick, entschieden. Der lässt sich sehr gut selber verlegen und schneiden, und zwar direkt auf die vorhandenen Fliesen. Im Baumarkt wurde uns vor dem verlegen ein sog. Prymer empfohlen. Dieses Mittel wird vorgängig auf die Fläche aufgetragen. Ist aber gar nicht nötig, da der Leim auf den Vinylplatten super gut haftet und klebt. Nun haben wir im ganzen Parterre einen modernen Look.
 
 
Unsere Käfeli-, Hausaufgaben-, Lese- und Essecke. Die Eckbank haben wir schon länger und wurde von einem Schreiner angefertigt. Mein Wunsch damals war, die Bank muss in der "Luft hängen". Das Putzen und Saugen unter der Bank wird so zum Kinderspiel. Die Eckbank wurde perfekt nach unseren Wünschen und Bedürfnissen umgesetzt.
 
 
Der Tag X im Juli 17 kam und alles musste raus, was wir nicht mehr in der Küche haben wollten. Zum Teil mit roher Gewalt sind wir den Schränken zu Leibe gerückt. Unser Ziel punkto Stil war sowieso, keine Schränke mehr die bis zur Decke reichen. Die obersten Tablare waren für mich mit 162cm. sowieso unerreichbar ohne Böckli oder Stuhl. Die SUVA lässt grüssen... :-)
Für die rechte Seite, wo vorher der Backofen eingebaut war, haben wir uns zwei neue Schränke in einem bekannten Einrichtungshaus (gelbe Schrift auf blauem Grund) besorgt.
 


 
Alle Türen habe ich mit Acrylfarbe, Buntlack 2in1, gestrichen. Das vorherige Abschleifen hat sich aus meiner Sicht gelohnt. Das Resultat war genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Zwei Anstriche haben genügt. In Gedanken versunken, schön am Schatten, habe ich gepinselt...
 
 
 
Montage Dampfabzug
Da sind wir an unsere Grenzen gelangt. Mit 35kg nicht gerade ein Leichtgewicht. Für unsere Küche, da der Herd in der Ecke, kam nur ein Abzug Deckenmontage in Frage. Wir wissen jetzt auch, warum in der Anleitung empfohlen wird, diesen mit 3-4 Personen zu montieren. Doch wir haben es schliesslich irgendwann geschafft, dieses schwere Teil zu zweit an die Decke zu bringen. Und ja, der Abzug hält...
 
 
Unser Sohn, der während der Renovationszeit doch etwas zu kurz kam, hat fleissig mitgeholfen. Das Abschleifen des Küchentisches war genau sein Ding.
 
 
Taaraaa... das ist nun unsere Küche in einem Mix aus Landhaus- und Shabby chic Stil. Der freistehende gelbe Kühl-/Gefrierschrank ist für uns das Highlight. Bezüglich des Farbkonzeptes waren wir uns schnell einig. Alles ist viel heller und leichter und man hält sich noch viel lieber in der Küche auf. Die Griffe an den Schubladen und Türen haben wir durch Möbelknöpfe ersetzt. Die bewähren sich und sehen erst noch dekorativ aus.
Die Arbeitsfläche wurde geschliffen und anschliessend geölt.


 
Die Eckbank erhielt auch noch einen Anstrich in weiss. Der alte Küchentisch wurde geölt. Die tolle Uhr mit dem integrierten Licht haben wir bei eBay gefunden. Während den düsteren Monaten reicht diese Lichtquelle aus, um am Morgen noch schlaftrunken die Kaffeemaschine zu bedienen.
 
 
Fazit: wir sind immer noch sehr glücklich mit unserem Resultat, dass sich, wie wir finden, sehen lässt.
 
In einem nächsten Blog werde ich euch berichten, wie ich zu meiner schneider.boutique kam.
 
Geniesst das sommerliche Wetter und bis bald. Herzlichst, Barbara Schneider
 
 

 
 
 
 

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